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Vortrag von Prof. Wolfgang Benz - Wochen gegen Rassismus

Vortrag Prof. Wolfgang Benz - Wochen gegen Rassismus

 

Am 19.3.2013 hielt Prof. Wolfgang Benz im Ständehaus in Karlsruhe einen Vortrag über „Eine neue Art des Rassismus – Muslimfeindschaft“.

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In seinem Vortrag führte Prof. Benz, der bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin war, aus, wie Antisemiten im 19. Jahrhundert und Islamkritiker im 21. Jahrhundert mit ähnlichen Mitteln an ihrem Feindbild arbeiten. Es gebe natürlich graduelle Unterschiede in der Diskriminierung damals gegen die Juden und heute gegen die Muslime, aber die strukturellen Gemeinsamkeiten der Intoleranz seien gleich.

Es gehe ihm nicht darum, den Islam als positives Beispiel einer Lebenswegausrichtung zu verklären, es gehe ihm ausschliesslich darum, wissenschaftlich zu untersuchen, welche scheinbaren Argumente die Islamkritiker gegen die Muslime vorbringen. Brauche man Minderheiten, denen man die Schuld für was auch immer zuschreiben kann, und um etwas als fremd und nicht zugehörig zu deklarieren? Brauche man einfache Erklärungen, um sich die Welt verständlich zu machen? Warum lerne der Mensch nicht aus seinen Fehlern, hier in Bezug auf Ausgrenzung von Minderheiten, sondern übertrage seine Feindbilder immer wieder aufs Neue auf andere Gruppen? Es sei eine Gefahr für unsere Demokratie, wenn immer nur ausgegrenzt aber nicht mehr debattiert werde. Das sehe man ganz deutlich in den Internetforen, in denen sich sogenannte Islamkritiker dieses Mechanismus bedienen.

Eine Lösung sieht Prof. Benz darin, die Menschen über die Wirkung und Funktion von Vorurteilen aufzuklären. Dies könne nur im gemeinsamen Gespräch, in Debatten und im Hinterfragen der eigenen Argumente geschehen.

An seinen Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an, in der Prof. Benz auch noch viele Fragen der Zuhörer beantwortete.

Leider konnte man auch bei dieser Veranstaltung wieder einmal erleben, dass Besucher Verse aus dem Koran aus dem Zusammenhang rissen und den Muslimen als Beispiel für deren Intoleranz gegen Andersgläubige, die von Nichtmuslimen meist und fälschlicherweise als Ungläubige bezeichnet werden, zuschreiben wollten. Dass diese Besucher keinem Gegenargument und keiner Erklärung von muslimischer Seite zugänglich waren, beschrieb sehr anschaulich den Mechanismus der einfachen Erklärungsbedürfnisse des Menschen, den Prof. Benz in seinem Vortrag erläuterte.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. April 2013 20:14

Tag der offenen Tür - Wochen gegen Rassismus

Tag der offenen Tür - Wochen gegen Rassismus

Der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe beteiligte sich an den „Wochen gegen Rassismus“, die von der Stadt Karlsruhe initiiert wurden.

Am 10.3.2013 lud der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe Menschen zum Tag der offenen Tür unter dem Motto „Begegnungen fördern Verständnis“ ein.

Bei Kaffee, Tee und allerlei Köstlichkeiten wurden Gespräche und Informationen über den Islam, die Muslime, über Rassismus und auch über Dialog angeboten.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 04. Mai 2013 14:14

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"Die Achse des Guten. Wie Religionen gemeinsam aus ihren Tugenden schöpfen"

Pressemitteilung


Der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe und der Förderverein Fest der Völkerverständigung veranstalten im Rahmen der Ausstellung BESA - Eine Frage der Ehre - Wie muslimische Albaner Juden retteten mit Unterstützung des Karlsruher Kulturamtes und des Badischen Landesmuseums im Gartensaal des Badischen Landesmuseums am 24. April um 19 Uhr mit drei Vertretern der Religionen, Dr. Elke Morlok (Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg), Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland), und Pfr. Erhardt Bechthold (Stellvertretender Dekan der Katholischen Kirche Karlsruhe) einen Vortragsabend mit Podiumsdiskussion zum Thema "Die Achse des Guten: Wie Religionen gemeinsam aus ihren Tugenden schöpfen".

Durch Zuwanderung und Globalisierung enstehen neue Konstellationen des Zusammenlebens in den westlichen Gesellschaften, so dass auch in unserer Fächerstadt mittlerweile Menschen verschiedenster Herkunft und Religion zusammenleben. Das friedliche Zusammenleben zu fördern und die These des „clash of civilisation“ zu widerlegen sollte somit eine Aufgabe und ein Ziel der Menschen sein, die dieses Zusammenleben in solchen Gesellschaften befürworten.

In dieser Veranstaltung wollen die einzelnen Vertreter der Religionen zunächst aufzeigen und bewusst machen, dass Kulturen und Religionen gemeinsame friedensstiftende Elemente besitzen. Denn Frieden fängt in den Köpfen und Vorstellungen der Menschen an. Die Referenten werden danach die übereinstimmenden Tugenden der Religionen in den Fokus bringen und die Forderung formulieren, dass diese auch von Anhängern der Religionen vorgelebt werden sollten.

Die Veranstalter sind überzeugt, dass dieser Prozess der Dialogs und Praktizierens nur in einer Atmosphäre des Verständnisses, Verstehens und der Freundschaft geschehen kann. Zugleich müssen die vorgebrachten Argumente authentisch und wegweisend für die nachfolgenden Generationen sein.

Der Vortragsabend zielt somit auf die Einigkeit der Religionen in Bezug auf Frieden, Verständigung und der Toleranz ab und auf die Verbreitung dieses Gedankens unter den Menschen.

Da insbesondere die drei großen abrahamitischen Religionen, Judentum, Christentum und Islam bereits eine Vielzahl Gemeinsamkeiten ausweisen, hoffen die Organisatoren aus diesem Verständnis heraus mit dieser Veranstaltung einen Impuls in die Karlsruher Stadtgesellschaft geben zu können.

Der Eintritt zu diesem Vortragsabend ist frei! Es werden Fingerfood und Getränke angeboten.

Für Fragen und weitere Auskunft stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

 


Zuletzt aktualisiert am Samstag, 04. Mai 2013 14:06

Programm - Wochen gegen Rassismus

Hierf findet sich das Programm - "Wochen gegen Rassismus".

WochengegenRassismusPlakat

Flyer

Programmheft

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 10. März 2013 09:49

Presseerklärung „Wochen gegen Rassismus“

Presseerklärung zu den Veranstaltungen des DMK in den „Wochen gegen Rassismus“

Gemäß dem Motto „Kein Platz für jegliche Art von Rassismus in Karlsruhe – auch nicht für Islamophobie!“ beteiligt sich der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe e.V. (DMK) aktiv bei den von der Stadt Karlsruhe initiierten „Wochen gegen Rassismus“ mit zwei Veranstaltungen. Zudem freuen wir uns, dass die Einladung zu diesen Wochen vom neuen Oberbürgermeister Dr. Mentrup als eine seiner ersten Amtshandlungen vollzogen wurde.
Der DMK betrachtet es als eine Selbstverständlichkeit bei dieser Initiative mitzuwirken, da sich der Islam - wie andere Religionen auch - gegen jegliche Art von Diskriminierung und offenem und verstecktem Rassismus entgegenstellt.
Muslime erfahren z.T. selbst Vorurteile, ungerechte (Vor-)Verurteilung und Diskriminierung und wissen, dass diese Faktoren oft Wegbereiter für Rassismus sein können. Deswegen fördert der DMK den Dialog, die Begegnungen und Gespräche, die eine Möglichkeit zur Hinwendung zueinander und so die Vermeidung von stereotypen Abwertungen des anderen ermöglichen.
Zudem möchte der DMK auf einen erstarkten und gesellschaftlich kaum thematisierten Kultusrassismus aufmerksam machen, das auch in Deutschland und in Karlsruhe vorzufinden ist: Die Islamophobie bzw. Islam- und die Muslimfeindlichlichkeit.

 

In diesem sind Sinne lädt der DMK zu folgenden zwei Veranstaltungen im Rahmen der "Wochen des Rassismus" ein:

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 05. März 2013 21:27

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