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„Der wahre Starke ist nicht derjenige, der in einem Kampf siegt, sondern derjenige, der sich in seinem Zorn beherrscht.“ (Muslim)
Zornig, aufgebracht oder verärgert zu sein, ist keinem Menschen fremd. Von Zeit zu Zeit zürnt jeder Mensch. Wichtig ist, wie man mit einer solchen Emotionslage umgeht. In Situationen, in denen man verärgert, aufgebracht oder gereizt ist, sagt und tut man oft Dinge, die man unter anderen Umständen nicht machen würde. Demgemäß dauert es nicht lange, bis man seine Worte und Taten bereut. Der Mensch sieht recht schnell ein, dass es der Zorn ist, der ihn zu unüberlegten und übereilten Handlungen verleitet. Das Ergebnis einer solchen Situation sind Missverständnisse, gebrochene Herzen, Reue und schließlich auch Abneigung zwischen den Menschen. Da vor allem auch Worte verletzen können, werden bei den betroffenen Personen meist nicht wiedergutzumachende Spuren hinterlassen Der Prophet Muhammad (saw) zürnte nur selten, und dies meistens nur, wenn es um Ungerechtigkeit und Ungehorsam ging. Man stelle sich vor, dass er selbst, als er in Tâif (in der Nähe von Mekka) mit Steinen verjagt wurde, Gott bat, diesen Menschen zu vergeben und sie zugleich entschuldigte, indem er folgendes sagte: „O Allah, vergib meinem Volk, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Buchârî) Der Islam ruft den Menschen in Situationen der Wut und des Zornes dazu auf, sich nicht seinen Gefühlen zu ergeben. Dies ist ein Teil des sogenannten „großen Dschihâds“, da es Beherrschung und Mühe braucht, um über solchen Gefühlen zu stehen und sie zu „besiegen“. Stark ist deshalb derjenige, der seinen Zorn „besiegt“. Quelle: IGMG |