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15 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica: Bosnien-Herzegowina gestern und heute Die Stadt Karlsruhe und viele karlsruher Institutionen laden zu dieser Filmreihe am 6./8./10.07.2010 ein: Di • 6.7.2010 • 19.30 Uhr „Stille Sehnsucht - Warchild“ Do • 8.7.2010 •19.30 Uhr „Esmas Geheimnis - Grbavica“ Sa • 10.7.2010 • 18.00 Uhr„Sturm“ Veranstaltungsort: Stadtmedienzentrum Karlsruhe am LMZ Moltkestraße 64 (im Behördenzentrum) 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 8808-0 www.lmz-bw.de
Aus dem Flyer: Warum begehen wir den Srebrenica-Gedenktag mit dieser Filmreihe? Als Antwort möchten wir die „Entschließung des Europäischen Parlaments zur Erklärung des 11. Juli zum europäischen Gedenktag für die Opfer des Völkermords von Srebrenica am 11.07.1995 - Aktenzeichen B6 0027/2009“ zitieren: Das Europäische Parlament 1. ist der Auffassung, dass das Massaker, das 1995 in Srebrenica angerichtet wurde, eine für immer offene Wunde in der europäischen Geschichte darstellt, die nicht in Vergessenheit geraten darf, damit so etwas nie wieder geschieht; 2. gedenkt der Opfer der Gräueltaten und zollt ihnen Respekt; spricht den Angehörigen der Opfer, die oftmals keine endgültige Gewissheit über das Schicksal ihrer Väter, Söhne, Ehemänner oder Brüder haben, sein Mitgefühl aus und bekundet seine Solidarität mit ihnen; erkennt an, dass der anhaltende Schmerz noch dadurch vergrößert wird, dass die Urheber dieser Taten bislang nicht vor Gericht gestellt wurden; 3. fordert den Rat und die Kommission auf, des Jahrestags des Völkermords von Srebrenica / Potočari in angemessener Weise zu gedenken, indem sie die Initiative des Europäischen Parlaments unterstützen, den 11. Juli in ganz Europa sowie in allen Ländern des Westbalkans zum Tag des Gedenkens an den Völkermord von Srebrenica zu erklären. In der Begründung zu diesem Antrag heißt es u.a.: ... dass die bosnische Stadt Srebrenica, damals eine isolierte Enklave, die durch die Resolution des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vom 16. April 1993 zur Schutzzone erklärt worden war, im Juli 1995 in die Hände der serbischen Miliz fiel, die von General Ratko Mladić angeführt wurde und dem Befehl des damaligen Präsidenten der Republik Srpska, Radovan Karadžić, unterstand, ... dass am 13., 14., 15., 16., 17. und 18. Juli mehr als 8000 Männer niedergemetzelt und an die 25000 Frauen, Kinder und alte Menschen zwangsverschleppt wurden, ... dass die bosnisch-serbischen Truppen durch die an der Zivilbevölkerung von Srebrenica begangenen Verbrechen – darunter die Verschleppung von Tausenden Frauen, Kindern und alten Menschen und Massenvergewaltigungen – in vielfacher Hinsicht gegen die Genfer Konvention verstoßen haben, und dass sich diese Tragödie, die vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) als Völkermord bezeichnet wurde, in einem von den Vereinten Nationen zur Schutzzone erklärten Gebiet abspielte und sie somit das Unvermögen der internationalen Gemeinschaft symbolisiert, in den Konflikt einzugreifen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Veranstalter: Bosniakisch-Deutsche Gemeinde KA Freunde für Fremde e.V. KA Kulturamt Stadt Karlsruhe LpB BW, Außenstelle Heidelberg Stadtmedienzentrum Karlsruhe am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Mitveranstalter/Unterstützer: Amnesty International KA Christlich-Islamische Gesellschaft KA Dachverband der muslimischen Vereine KA Europa-Union KA Evangelische Kirche in KA Forum für gesellschaftlichen Frieden KA Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. KA Gesellschaft für bedrohte Völker KA IBZ Internationales Begegnungs-Zentrum KA Menschenrechtszentrum KA Roncalli-Forum KA Flyer zum Herunterladen (pdf) . |