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Unter dem Motto „Biz Birlikteyiz - Wir gehören zusammen“ wurde eine deutsche Imagekampagne in der Türkei gestartet. Mit sechs TV-Spots, in denen Prominente wie der Fußballtrainer Thomas Doll und die Rockband Revolverheld auftreten, möchte die Türkei und Deutschland auf die immer enger werdende gesellschaftliche und wirtschaftliche Bindung der beiden Länder aufmerksam machen.
Drei Monate lang sollen die Spots in türkischen Sendern und Kinos gezeigt werden, aber auch mit Plakaten auf hunderten Werbetafeln soll die Bedeutung der deutsch-türkischen Beziehung betont werden. Die Medienkampagne findet im Rahmen der Ernst-Reuter-Initiative statt, die das Ziel verfolgt, die deutsch-türkische Zusammenarbeit in Kunst und Kultur, Politik und Medien, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft zu stärken. Sie wurde im September 2006 von den Außenministern Deutschlands und der Türkei ins Leben gerufen. Eckart Cuntz, deutscher Botschafter in der Türkei, stellte die TV-Spots auf dem Taksim-Platz im Stadtzentrum von Istanbul vor. Die Beziehung der Bundesrepublik zur Türkei sei „so eng verschränkt“ wie sonst mit keinen zweiten Land, sagte der deutsche Botschafter in Istanbul. Den Türken solle bewusst gemacht werden, „dass wir so eng verbunden sind“, sagt Cuntz, sei es wirtschaftlich oder kulturell. Immerhin viereinhalb Millionen deutsche Urlauber bereisen die Türkei jährlich, und in Deutschland leben drei Millionen Türkischstämmige. In der Türkei leben etwa 100 000 Deutsche. Hintergrund der Imagekampagne dürfte ein sowohl auf türkischer als auch deutscher Seite nicht unhinterfragtes Zusammengehörigkeitsgefühl sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die CDU sprechen sich immer noch gegen eine volle EU-Mitgliedschaft der Türkei aus. Noch wichtiger, da für jeden Reisenden spürbar, dürfte für türkische Staatsbürger die Visumsvergabe zwecks Einreise nach Deutschland sein. Während türkische Staatsbürger in dutzenden Ländern von Syrien bis Russland und Südamerika inzwischen ohne Visa einreisen können, müssen für die EU-Länder Visa beantragt werden. Das soll sich aber bald ändern. Ankara hat angekündigt, ein Abkommen zur Rückübernahme von Flüchtlingen, die über die Türkei nach Europa gelangen, noch in den Sommermonaten zu unterzeichnen. Dies dürfte zumindest zu Erleichterungen für die Türken bei Reisen in die EU geben. Quelle:http://www.igmg.de |