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Muslimische Mode erobert den Luxusmarkt. Designer entwerfen ganze Kollektionen für die religiöse Kundschaft. Die durchgestylten Verhüllungen werden in Edelkaufhäusern wie Harrods oder Saks an die betuchte Kundschaft gebracht.
Die islamische Frau von Welt, hüllt sich neuerdings in Gucci, Channel und Dior. Denn wie alle Frauen, liebt auch sie Mode und Shopping - zumindest wenn es nach den Luxuslabels geht. Designer haben das Potential dieses Marktes erkannt und geben traditionellen islamischen Kleidungsstücken einen modernen Touch. Die zahlungskräftige Klientel aus dem arabischen Raum setzt so modische Akzente, ohne auf religiöse Werte verzichten zu müssen. Pimp my Abaya
Die 24-jährige Hind Beljafa entwirft unter dem Label "DAS" Luxus-Abayas, für die reiche Käuferschicht der Golfregion. Die mantelartigen Übergewänder, die vom Hals bis zum Fuß reichen, werden zum Beispiel mit aufwändigen Stickereien, Swarovski Kristallen, Ledereinsetzen und Metallnieten verschönert. Auch Abayas mit Designerprints, die perfekt zu Taschen und Schuhen passen werden produziert. Jedes ihrer Haute-Couture-Stücke ist maßgeschneidert und kostet bis zu 5000 Dollar pro Stück, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Zu kaufen gibt es die "DAS"-Kollektion neben einem Store in Dubai, seit Juni auch im Londoner Luxuskaufhaus Harrods. Interessantes Detail am Rande: Das legendäre Kaufhaus ist seit zwei Monaten in arabischer Hand. Im Mai erwarb die arabische Qatar Holding aus dem Emirat Katar den Konsumtempel für für einen Preis von 1,5 Milliarden Pfund. Abayas bei Saks, Burqinis in über 30 Ländern
Auch das US-Luxuskaufhauskette Saks setzt auf Designer-Abayas. "Saudische Prinzessinnen kaufen 15 bis 20 Abendkleider für 20.000 Dollar pro Stück. Zusätzlichen wollen Sie passende Abayas von den selben Designern, denn diese können sie in der Öffentlichkeit tragen", erklärt Mohammed Nafis, Geschäftsführer, der Saudiarabischen Saks Niederlassung in Jeddah. Vor vier Jahren eröffnete der Luxusgüterhersteller Christian Dior den ersten Store im mittleren Osten. Nach Dubai folgten inzwischen 10 weitere Niederlassungen in dieser Region. Die türkische Firma Hasema vertreibt ihren "Burqini", eine modische Ganzkörper-Schwimmbekleidung in mehr als 30 Ländern. Benannt ist das funktionelle Kleidungsstück nach der afghanischen Burqa. Islamische Frauen können ohne körperliche Reize zur Schau zu stellen dem Badespaß frönen. Das dürften erst die Anfänge der islamischen Mode-Revolution sein, denn würde pro Jahr nur jeder Zweite der 1,6 Milliarden Moslems weltweit, 120 Dollar für Kleidung ausgeben, wäre die muslimische Modeindustrie 96 Milliarden Dollar wert. Diese These stellte die französische Mode Universität "Esmond" in Dubai auf. Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at |