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Rechte Initiativen und Politiker laufen gegen ein geplantes islamisches Zentrum am "Ground Zero" Sturm. Experten warnen vor einer Islamophobie. In New York City tobt ein erbitterter Streit: In Manhattan soll ein islamisches Kulturzentrum errichtet werden - nur wenige hundert Meter von "Ground Zero" entfernt. "Eine Provokation", empören sich rechtsgerichtete Politiker und Gruppierungen. Dort, wo islamistische Attentäter am 11. September 2001 mit Flugzeugen das World Trade Center zerstörten und mehr als 2700 Menschen töteten, wollten Muslime jetzt "ein Monument ihres Sieges" errichten, wettert etwa die Initiative "National Republican Trust".
Auch die frühere republikanische Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin geißelt die "Ground-Zero-Moschee" und ruft per Twitter "friedfertige New Yorker" zum Widerstand auf. Und die konservative "New York Post" hat sich ebenfalls eingemischt: Die Stadt dürfe kein "New Yorkistan" werden. Das umstrittene Projekt hat der New Yorker Imam Feisal Abdul Rauf auf den Weg gebracht. Der islamische Geistliche gilt als gemäßigt. Sein neues Kulturzentrum solle dem "moderaten Islam" eine Stimme geben und "Extremisten zurückdrängen", sagt Rauf. Nach seinen Vorstellungen wird es dort Konferenzräume, Büros, Kunstgalerien, einen Veranstaltungssaal und ein Schwimmbad geben. Geplant ist auch ein Gebetsraum - den Gegner in "Moschee" umbenannt haben. Ein Zentrum für Menschen aller Religionen will Rauf schaffen. Unterstützt wird das Vorhaben von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Muslime hätten wie alle gläubigen Menschen das Recht, ein Zentrum oder ein Gotteshaus zu bauen, argumentiert er. Mehrere Islamexperten und christliche Theologen haben sich ebenfalls für das Projekt ausgesprochen. Und John Esposito von der jesuitischen Georgetown University in Washington warnt vor Islamfeindlichkeit. Es mache sich in den USA bei Moscheebauten zunehmend eine anti-islamische Stimmung bemerkbar. Das Zentrum in Manhattan soll dort entstehen, wo heute ein weitgehend leeres Gebäude steht, das bei den Anschlägen 2001 beschädigt wurde. Die Initiative "Stoppt die Islamisierung Amerikas" möchte es unter Denkmalschutz stellen lassen. Dann könnte Raufs Traum wohl nicht in Erfüllung gehen. Die Entscheidung der Denkmalschutz-Kommission fällt im August. Quelle: SWP |